Kanton prüft offenbar Zivilschutzanlage bei der Kreisschule Mutschellen
Inside Berikon liegen Hinweise vor, dass der Kanton Aargau die Zivilschutzanlage im Bereich der Kreisschule Mutschellen als möglichen Standort für eine Asylunterkunft prüft.
Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich dabei um eine Standortprüfung beziehungsweise mögliche Planung. Ob bereits ein konkreter Entscheid gefällt wurde, ist derzeit unklar. Ebenfalls offen sind zentrale Fragen zur möglichen Belegung, zur Dauer einer Nutzung sowie zu den Auswirkungen auf Schule, Sportanlagen, angrenzende Quartiere und die direkte Nachbarschaft.
Besonders sensibel erscheint dabei die Lage der Anlage: Der Zugang zur Zivilschutzanlage befindet sich direkt auf dem Gelände der Kreisschule beziehungsweise unmittelbar neben Schul- und Sportanlagen.
Im Raum stehen derzeit Angaben von bis zu 180 Personen. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahl liegt Inside Berikon aktuell jedoch noch nicht vor. Bereits diese mögliche Grössenordnung dürfte jedoch viele Einwohnerinnen und Einwohner beschäftigen. Gerade die unmittelbare Nähe zum täglichen Schulbetrieb und zu Wohnquartieren wird Diskussionen auslösen.
Inside Berikon vertritt klar die Haltung, dass eine Asylunterkunft dieser Grössenordnung direkt auf einem Schulgelände unseren Kindern und dem Schulbetrieb nicht zugemutet werden darf – unabhängig davon, dass der Kanton aufgrund der angespannten Lage im Asylbereich nach zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten sucht.
Hinzu kommt, dass die Kreisschule Mutschellen in jüngerer Zeit bereits mehrfach öffentlich Thema war. Eine zusätzliche Nutzung des Schulareals für eine Unterkunft dieser Art dürfte aus Sicht vieler Betroffener kaum dazu beitragen, die Situation rund um Schule und Umfeld zu beruhigen.
Trotz dieser Haltung ist es uns wichtig festzuhalten, dass sich viele Informationen derzeit noch in Abklärung befinden. Für Inside Berikon stehen deshalb aktuell insbesondere Transparenz und offene Kommunikation im Vordergrund.
Wir sind derzeit an weiteren Abklärungen und haben entsprechende Fragen vorbereitet. Insbesondere interessieren folgende Punkte:
- Handelt es sich um eine reine Standortprüfung oder bereits um ein konkretes Projekt?
- Welche Kapazität wäre vorgesehen?
- Welche Personengruppen würden untergebracht?
- Wie lange wäre eine Nutzung geplant?
- Welche Sicherheits- und Betreuungskonzepte wären vorgesehen?
- Welche Auswirkungen hätte eine Nutzung auf Schule, Vereine, Quartiere und Anwohner?
- Welche Mitsprachemöglichkeiten hätten Gemeinde und Bevölkerung?
Sobald belastbare Informationen oder offizielle Stellungnahmen vorliegen, werden wir weiter informieren.

